Berufliche Schulen präsentieren ihr Bildungsangebot

Viele Wege stehen offen

Interesse und Begabung werden berücksichtigt

Lernfabrik 4.0: Auf Ihrem Rundgang durch die Schule besuchten Oberbürgermeister Thomas Herzog, Dezernatsleiter Gerald Kramer (3. von links), Landrat Dr. Wolf-Rüdiger Michel unter der Wegweisung von Schulleiter Axel Rombach (2. von rechts) die neue Lernfabrik und zeigten sich beeindruckt von den technischen und didaktischen Möglichkeiten. OB Herzog war erfreut, dass damit den Schramberger Betrieben eine gute und zukunftsweisende Ausbildung angeboten werden kann.

Freundlich und hilfsbereit begrüßten die Schüler-Guides die interessierten Gäste am „Tag der offenen Schule“ in der Beruflichen Schule Schramberg. Neben der Präsentation von Fachräumen, Berufsfeldern und verschiedenen Profilen waren die Informationsveranstaltungen über die verschiedenen Bildungswege beruflicher Schulen ein Schwerpunkt der Veranstaltung. Die Abteilungsleiter, Lehrer und Schüler der verschiedenen Schularten standen für Fragen zur Verfügung, berichteten aus ihrem Schulalltag und zeigten im Besonderen die Inhalte ihrer jeweiligen Profile auf.

Die zweijährige Berufsfachschule und das Berufliche Gymnasium mit dem Profil Umwelttechnik und dem Profil Gesundheit stießen dabei auf besonderes Interesse und wurden anhand von Modellen und Praxisarbeiten sehr anschaulich vorgestellt. Die interessierten Schüler und ihre Eltern zeigten sich dabei immer wieder überrascht, welche Wege und Chancen mit den weiterführenden Schularten an den Beruflichen Schulen möglich sind. In Schramberg werden in den einzelnen Schularten Profile wie Technik, Wirtschaft, Gesundheit, Pflege, Hauswirtschaft und Ernährung angeboten, d.h. für jede berufliche Richtung, jedes Interesse und jede Begabung ist ein Angebot vorhanden.

Mögliche Wege führen beispielsweise mit dem Hauptschulabschluss, dem Versetzungszeugnis der Realschule in die 10. Klasse oder in die 9. Klasse des Gymnasiums in die zweijährigen Berufsfachschulen und von dort ist eine Ausbildung oder eine weiterführende Schulart, wie das Berufliche Gymnasium oder ein Berufskolleg. „Das hat uns jetzt bei der Entscheidung für einen Anschluss sehr viel geholfen“ war immer wieder zu hören und zeigte dem Schulleiter Axel Rombach, wie wichtig es ist, eine Information über das Angebot der beruflichen Schulen anzubieten. Wir können auf unterschiedlichen Wegen den Fähigkeiten und Begabungen der einzelnen Schüler gerecht werden und Chancen eröffnen, betonte der Schulleiter. Betont wurde in den Infoveranstaltung aber ebenfalls, dass Freude und Ehrgeiz Lernen überall wichtig bleibt und dazugehört.

Die Schüler der Fachschule für Technik erläuterten den Gästen die neue vollautomatisierte Industrie 4.0-Anlage (Lernfabrik 4.0) und zeigten auf, wie das Zusammenspiel von Lagerverwaltung, Roboter, Förderbändern, Sensoren und Applikationen funktioniert. Wer sich für Naturwissenschaften interessierte, konnte in Chemie und Physik experimentieren und in Biologie und Gesundheit an einem Quiz und Ratespielen zum Thema gesundes Leben teilnehmen. Die Schüler vom SG-Gesundheit zeigten sehr anschaulich Erste-Hilfe-Maßnahmen und die Behandlung Verletzter auf. Auch das TG-Umwelttechnik war mit vielen anschaulichen Modellen z.B. aus der Elektromobilität vertreten und demonstrierte so die Inhalte dieses sehr interessanten und zukunftsweisenden Profils. Im kaufmännischen Bereich präsentierten die Schüler vom Berufskolleg und der Berufsfachschule Wirtschaft ihre Übungs- und Juniorenfirma und befassten sich dabei mit den Zusammenhängen zwischen Kosten, Preis und Verkaufszahlen.

Als kommunikatives Zentrum erwies sich auch in diesem Jahr die Mensa. Die hauswirtschaftliche Abteilung, verwöhnte die Gäste im lichtdurchfluteten Aufenthaltsbereich der Mensa gemeinsam mit der Mensabetreiberin, Frau Ermisch, mit Kaffee, Getränken, Chili con Carne und Gemüse-Bürgern und in der Schulküche gab es verschiedene Muffins und selbstgemachte Säfte. Mit der Präsentation unterschiedlicher Ausbildungsberufe aus dem gewerblich-technischen, kaufmännischen, handwerklichen und pflegerischen Bereich bot die Schule  der dualen Ausbildung eine gute Plattform, was in Kooperation mit den Betrieben gut gelungen ist und das Programm abrundete. Die Besucher erlebten sehr anschaulich, welche Kreativität und Vielseitigkeit die einzelnen Berufe, vom Friseur über die Maler, Schreiner, Metallberufe, dem Einzelhandel bis zur Altenpflege, bieten können. Landrat Wolf Rüdiger Michel, Oberbürgermeister Thomas Herzog und Dezernatsleiter am Landratsamt Gerald Kramer zeigten sich beeindruckt von der Leistungsfähigkeit der Beruflichen Schulen in Schramberg, den freundlichen und hilfsbereiten Schülern und den Chancen, die sich dadurch für die jungen Menschen und die Region ergeben.